Geschichtenwettbewerb des Glasmuseums 2016

Ein Bericht von

Velia Pasquariello, Klasse 3a

 

Am 18. März, dem letzten Schultag vor den Ostererien fand die Preisverleihung des Geschichtenwettbewerbs der Grundschüler im Glasmuseum statt. Ich durfte mit meiner Lehrerin (Frau Gerhartz) und meiner Klasse 3a daran teilnehmen, denn ich war bei den Preisträgern dabei und das kam so: Letztes Jahr im November erzählte uns Frau Gerhartz von dem Wettbewerb. Als Hausaufgabe sollte jeder eine Geschichte schreiben mit der Überschrift: „Katze, was hast du angestellt!“ Wer wollte, konnte seine Geschichte am nächsten Tag einreichen lassen. Dann haben wir lange nichts gehört. Im Februar erfuhr ich, dass ich bei den Preisträgern dabei bin, aber ich wusste noch nicht welchen Platz ich erreicht hatte. Am 18. März um 9:45 Uhr war es soweit, die Preisverleihung fand statt. Zuerst wurden zwei Geschichten von der Märchenerzählerin Gudrun Blum erzählt. Unser Bürgermeister Stefan Raetz moderierte und überreichte die Preise. Christoph Ahrweiler spendete für jeden Preisträger ein Buch und jeder bekam eine Urkunde. Von den Drittklässlern gewann ich den ersten Preis. Die Geschichten der ersten Preisträgern wurden vorgelesen - also auch meine.

 

 

Katze, was hast du angestellt?

 

Meine Oma Lilo hat am 19. Juli Geburtstag. Den Geburtstag vom letzten Sommer werde ich jedoch nie vergessen. An diesem Tag lud sie viele Gäste ein, die am Nachmittag zu Kaffee und Kuchen kommen sollten. Da Oma Lilo sehr gerne Kuchen isst, aber selber keinen backen kann, weil dabei immer alles schief geht, hatten meine Mutter Sabine und ich beschlossen, eine Sahnetorte zu backen. Meine Familie und ich fuhren schon früh zu den Großeltern, die Lilo und Dieter heißen. Lilo und Dieter hatten sich sehr gefreut und da es so heiß war, öffnete meine Oma die Terrassentür. Danach stellte mein Opa die Torte auf den fein gedeckten Tisch. „Ach, sieht die lecker aus, ich würde am liebsten gleich etwas essen!“ freute sich Lilo. Wir wollten die Torte gerade anschneiden, da klingelte es schon an der Haustür. Die ersten Gäste kamen. Wir begrüßten uns und erzählten uns viel. Plötzlich sauste ein kleiner dunkler Schatten zwischen allen Beine ab durch die Haustür. „Huch, war das gerade Morli, unserer Nachbarskater?“ fragte Oma Lilo. Ich habe ihn heute noch gar nicht gesehen! „Ich auch noch nicht“, entgegnete Opa Dieter. Daraufhin sagte ich: „Ach, ist ja egal, lasst uns doch lieber reingehen und Kaffee trinken und meine mit Mama gebackene Sahnetorte essen!“ Bei diesem Vorschlag stimmten mir alle zu und wir gingen ins Wohnzimmer. Doch was war das? Mitten auf der Torte war eine tiefe Delle. Alle verstummten. Doch plötzlich schrie Oma Lilo auf: „Oh nein, Morli hat die Torte zerstört! Das ist ein Katerkrater!“ Meine Mutter rief aber: „ Katze, was hast du angestellt?“ An diesem Geburtstag gab es nur Kaffee und Plätzchen. Die Arbeit um die Sahnetorte hatte sich leider nicht gelohnt. Nur Morli sah das wahrscheinlich anders. Er ließ sich erst am nächsten Tag wieder sehen, er hatte vielleicht doch ein schlechtes Gewissen.